Rückblick

Premiere Stuttgart

Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass im Hospitalhof Stuttgart 850 Gäste Platz haben, und dass Wolfgang Schorlau im Vergleich zur Autoren-Normalbiografie vergleichsweise spät, um genau zu sein, erst 2003 mit seinem ersten Dengler aus dem Basta heraus spazierte, dann war die seit Wochen ausverkaufte Buchpremiere des Literaturhauses Stuttgart am 12.11.15 eine veritable Krimifeuerwerksgeschichte. Und dieses Krimifeuerwerk entzündet hat Wolfgang Schorlau! Aber nicht nur die Autoren- und Krimikarriere von Wolfang Schorlau ist außergewöhnlich und besonders, sondern auch der neue Krimi selbst hebt sich von den bisherigen Fällen des ehemaligen BKA-Manns und Stuttgarter Privatermittler Dengler ab:

Wolfgang Schorlau legt einen Krimi vor, in dem er uns eine Geschichte erzählt, die von der Wahrheitserzählung der ganz und gar nicht fiktionalen NSU-Mordserie deutlich abweicht. Der Titel lautet "die schützende Hand", aber nach Lesung und Gespräch mit Wolfgang Niess wurde diese vielmehr zur kalten Hand im Nacken. Denn das in diesem Text besonders verstörende aber umso eindringlichere Element sind die vielen abgedruckten Originalquellen, sind die Auszüge aus Protokollen und Berichten, Gutachten, Gerichtsakten, die Dengler auswertet, und die in den Text eingearbeitet worden sind. Und diese Quellen sind originaler Bestandteil der Ermittlungen im NSU-Komplex, der bis heute nicht befriedigend aufgeklärt ist. Es stellt sich einmal mehr die Frage, wie zu erklären ist, dass sich Wahrheitserzählungen trotz so vieler offener Fragen scheinbar so geschmeidig durchsetzen. Wolfgang Schorlau hat seine eigene Rekonstruktion in einen Kriminalroman gegossen – und wir haben bei aller Dramatik des Falls eine unglaubliche intensive Buchpremiere genossen.
Stefanie Stegmann, Leitung Literaturhaus Stuttgart mehr 

Berlin Premiere

Die Berliner Buchpremiere wenige Tage nach Erscheinen, ein ausverkauftes Deutsches Theater, ein hochaktueller Text und sein eloquenter Autor, dazu noch Gregor Gysi als Gesprächspartner – mehr konnten wir uns für die diesjährige Eröffnungsveranstaltung unseres Lesemarathons STADT LAND BUCH kaum wünschen. Und es gab sogar noch eine Zugabe, nämlich ein mehr als zufriedenes Publikum, dass sich mit starkem Beifall und vielen anschließenden Glückwünschen für die inhaltrlich hochspannende, streckenweise erschreckende, im Kern sehr aufklärerische Veranstaltung herzlich bedankte. Und die Schlange am Büchertisch wollte und wollte nicht enden…
Detlef Bluhm, Geschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Tübingen

Dass Wolfgang Schorlau einen tollen und vor allem erschreckend aktuellen Dengler-Kriminalfall geschrieben hat, davon konnte sich das anwesende Publikum in vier ausverkauften Osiander-Veranstaltungen überzeugen. Wolfgang Schorlau begeisterte seine Zuhörer durch eine Mischung aus Lesung und Vortrag - kaum jemand verließ die Veranstaltung, ohne das neue Buch mitgenommen und sich vom Autor siginiert haben zu lassen.
Heinrich Riethmüller, Geschäftsführender Gesellschafter Osiandersche Buchhandlungen mehr

Lüneburg

Ausverkauftes Haus zum Lünebuch-Lesungsauftakt 2016. Begeistert und hochkonzentriert lauschten am 21. Januar 200 Zuhörer Wolfgang Schorlau in der Lüneburger Kulturbäckerei. Besonders beeindruckend war das souveräne Wechselspiel aus Vorlesen, freiem Erzählen und Erklären. Und das alles hochspannend und nie belehrend. Die Lesung aus "Die schützende Hand" fand an einem Verhandlungstag des NSU-Prozesses statt, aktueller kann (Kriminal-)Literatur nicht sein. Stürmischer Applaus belohnte den Autor, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Wolfgang Schorlau.
 Sylvia Anderle, Lünebuch, www.luenebuch.de