Playlist (Auszug)

 

Seite 45: Alexander trommelte mit beiden Füssen einen schnellen Rhythmus auf das Parkett des Wartezimmers.

Bum –         bumbumbumm –      bum –        bum –               bumbum.
I ---              can’t get no ---          sa ---         tis ---                 faction.
http://www.youtube.com/watch?v=MyM-j_49nk0

 

Seite 59: »Hey, wart mal.«
Alexander drehte sich langsam um. »Kennste Tell Me, die neue Platte von den Stones?«
http://www.youtube.com/watch?v=Itu-VckeLL4

 

Seite 67: Als der Song zu Ende war, stand Paul auf, drehte die Scheibe um. Diesmal setzte er den Tonarm auf die Platte. Come on. Rock ’n’ Roll. Schneller. »Wer spielt die Mundharmonika?« »Brian Jones.«
http://www.youtube.com/watch?v=-cFs-pKgBCk

 

Seite 68: »Spencer Davis Group. Die haben einen Wahnsinnssänger. Stevie Winwood.«
»Wie heißt das Stück?«
»Keep on Running.« Paul spielte ihm eine andere Platte der Band vor: Georgia on My Mind. So etwas hatte er noch nie gehört. So etwas konnte er nur hier hören.

http://www.youtube.com/watch?v=15kS8hjFPsc

http://www.youtube.com/watch?v=fYVVtr0s1fI

 

Seite 69: Später wurde Cream ihre Lieblingsband, Jack Bruce, Eric Clapton und Ginger Baker, der Drummer mit den beiden bass drums, der Schlagzeug spielen konnte, als sei es ein So- loinstrument. Wahnsinn! Jack Bruce, der Mann mit dem steglosen Bass und der kraftvollen Stimme. Eric Clapton, der den Blues mit dem Wah-Wah-Pedal spielte. Einen Song sang Paul immer mit, und Alexander lachte, als er verstand, was sein Freund da lauthals mitsang: Grapefruit – es folgte etwas Unverständliches, und dann sang Paul wieder Grapefruit.

Alexander lachte ihn aus. »Hey, Paul, Clapton singt strange brew, nicht Grapefruit.« »Is doch scheißegal.«
http://www.youtube.com/watch?v=vB6ztTWIjbI

 

Seite 77: Alexander wurde besser, aber ein instinktiver Spieler wie Paul wurde er nie. Sie übten, wenn niemand anderes spielen wollte. Am besten lief es, wenn Alexander den Plattenspieler mit- brachte. Dann krachten die Bälle zu Keith Richards’ Riffs ins Tor. 19th Nervous Breakdown. Zack.
http://www.youtube.com/watch?v=091TgmnnVXI

 

Seite 78: Angeblich lebten Studenten dort, die den Keller vermieteten, das hatte Alexander in der Schule gehört. Aus diesem Keller des Hauses drang die beste Musik, die man sich denken konnte: John Mayall, Don’t Let Me Be Misunderstood von den Animals, Subterranean Homesick Blues von Bob Dylan, In The Midnight Hour.
Wahnsinn.
John Mayall http://www.youtube.com/watch?v=RVcx2IaKaLw

Animals http://www.youtube.com/watch?v=2yGarEaWt5M


BobDylan http://www.youtube.com/watch?v=VY4HtQ-XJQE


Wilson Pickett http://www.youtube.com/watch?v=JHBCf5ioge0


Seite 85: Es war das Jahr 1965. Ein unentschiedenes Jahr. Es gescha- hen schreckliche Dinge, und am Schlimmsten fand Paul, dass Roy Black die Bravo-Hitparade mit Ganz in weiß wo- chenlang anführte. Aber immerhin: Die Beatles brachten Help raus. Pauls Hit des Jahres war My Generation von The Who. Samstags sah er den Beat-Club mit Uschi Nerke im Fernsehen. Moppel blamierte sich, weil er Udo Jürgens’ Siebzehn Jahr, blondes Haar grölte. Drafi Deutscher wurde mit Marmor, Stein und Eisen bricht unvergesslich

Bealtes http://www.youtube.com/watch?v=Id7_2FBOtt8

Who http://www.youtube.com/watch?v=cH9IgJZCx4c


Udo Jürgens http://www.youtube.com/watch?v=-ZyJS8qe8jE


Drafi Deutscher http://www.youtube.com/watch?v=OXKcp1efeZ8

 

Seite 95: Der verhasste kleine Bruder pisste auf den Griff, den Vater morgen in die Hand nehmen würde. Und dann der Bastard. Der pisste direkt auf die Kühler- haube. »I wanna see it painted black, painted black«, schrie er.

http://www.youtube.com/watch?v=9snY79WeunQ

 

Seite 136
Aber die kleinen Zeichen verstand er sehr wohl. Miss Titty sagte, jetzt, wo er nicht mehr in der Lehrwerkstatt sei, solle er sie Anita nennen. Paul saß in ihrem Wohnzimmer auf der Couch und schaute den Beat-Club, als der Gott der Rebel- lion seinen Erzengel auf die Erde und – der modernen Zeit entsprechend – gleich ins Fernsehen schickte. Jimi Hendrix trat auf und spielte Hey Joe.

Er spielte Gitarre, als sei sie eine Maschine oder besser: ein Elektrowerkzeug. Er schwenkte sie zum Verstärker, provo- zierte so absichtlich pfeifende Rückkopplungen, hob das Instrument hoch und spielte mit den Zähnen.

Mit der Zähnen! Paul kniete sich vor den Fernseher. Hendrix spielte mit der Zunge und den Zähnen und verzog dabei keine Miene. Als sei das alles normal! »Das ist aber ein hübscher Bursche«, sagte Miss Titty, die Beatmusik nicht mochte.

http://www.youtube.com/watch?v=R-DO8zskzq4